FDP fordert Nachbesserung des Bebauungsplans „Am Burggraben“

Nicht zu fassen war für Monika Wolf-Umhauer, sachkundige Bürgerin der FDP-Fraktion Swisttal, die Vorlage zum neuen Bebauungsplan „Heimerzheim (Hz) 39 Am Burggraben“ im Swisttaler Planungsausschuss: Ausgerechnet beim Thema „Entwässerung“ stammten die abzustimmenden Unterlagen des Erftverbandes unverändert aus dem Jahr 2019!

„Nach den schrecklichen Ereignissen des 14. Juli den Heimerzheimern hier demnächst Grundstücke anzubieten als Ersatz für ihr an der Swist überschwemmtes und nicht mehr bewohnbares Haus ist unverantwortlich! Wir müssen gerade in der Nähe von Gräben und Gewässern völlig neu denken und alle Erkenntnisse aus der Aufarbeitung der Flutkatastrophe einarbeiten“, fordert die FDP-Fraktion.

Auch die Idee des Planers, einen „leichten“ Wall um das Baugebiet zu errichten, kann nicht zufriedenstellen, denn gerade an der tiefsten Stelle „Am Burggraben“ befindet sich eine Abflussmulde zur Entwässerung und diese lässt zwangsläufig in umgekehrter Richtung auch Wasser hinein. Die Ergänzung der Verwaltung, die Häuser ein wenig über Straßenniveau zu errichten und die Bauherren auf die Problematik hinzuweisen, reicht laut den Liberalen keineswegs, denn bisher sei immer noch nicht geklärt, woher das Flutwasser im Westen Heimerzheims überhaupt kam.

Auf die Frage von Monika Wolf-Umhauer, ob es in den umliegenden Feldern eine funktionierende Drainage gebe, gab es ebenfalls keine beruhigende Antwort: Aber solange das nicht geklärt sei, ist nach Meinung der FDP-Fraktion die Entwurfsplanung noch nicht entscheidungsreif. Aus diesem Grund beantragten die Freien Demokraten die Vertagung des Tagesordnungspunktes, konnten sich damit aber leider nicht durchsetzen.

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