FDP informiert sich beim Erftverband

Wirtschaftswege an der Swist werden „entsiegelt“

 

Ganz offiziell hatte sich FDP-Fraktionsvorsitzende Monika Wolf-Umhauer im Rathaus beschwert, als im Juli einige Bereiche des Swistufers bis auf die blanke Erde „rasiert“ wurde, und das mitten in der Hauptvegetationszeit (Stichwort Biotop).

Zur Beantwortung ihrer vielen Fragen zur Nachhaltigkeit der „Pflegemaßnahmen“ lud daraufhin überraschend der zuständige Erftverband zu einem Ortstermin ein. Der zuständige Fachmann für Gewässerfragen, Klaus Küpper erläuterte den Fraktionsvertreten direkt am Swistufer die ökologischen Maßnahmen im Jahresverlauf. „Wir gehen sehr sorgsam mit der uns anvertrauten Natur um“, stellte er fest, „denn unsere Maßnahmen haben auch unmittelbare Auswirkungen auf das Fließverhalten der Gewässer!“  Die „Rasur“ des Ufers waar übrigens ein Versehen eines Mitarbeiters, das so nicht mehr vorkommen werde.

Um diese Verantwortung zum Hochwasserschutz wüssten auch die anliegenden Landwirte, mit denen man hervorragend zusammenarbeite.

Nur zu einem Wunsch der Liberalen wollte Küpper keine zufriedenstellende Antwort geben: „Die Radwege an der Swist genügen uns völlig als Versorgungswege: Wo heute die schwarze (Asphalt)Decke bröckelt, werden Sie keine neue bekommen!“ Schließlich verhalte sich der Erftverband da im Sinne der Entsiegelung als weiterer Beitrag zum Hochwasserschutz vorbildlich.

„Das haben wir nicht oft, dass die Kritisierten so kommunikativ auf uns zugehen“, freuten sich die Freien Demokraten, „in der Regel erfolgt ein nichtssagendes Schreiben!“

Der Erftverband, im 19. Jahrhundert als Genossenschaft gegründet, ist heute ein moderner Dienstleistungsbetrieb. Als Zusammenschluss von Kommunen, Gewerbe- und Industrieunternehmen, Wasserversorgern, Kraftwerken und Bergbau regelt der Verband seine Aufgaben in Selbstverwaltung mit über 550 Mitarbeiter*innen. So pflegt er einen sensiblen Naturraum und trägt auch zum Schutz der Siedlungsgebiete vor Hochwasser bei. Er reinigt das häusliche Abwasser von rund 750.000 Einwohnern und zusätzlich das Abwasser von Gewerbe und Industrie, das einer Abwasserbelastung von 450.000 Einwohnern entspricht.

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