Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit!

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FDP Swisttal kritisiert unausgegorene Baulandplanung:

“Zu viel, zu schnell, zu spät mit der Politik abgestimmt”. Auf diesen Nenner bringt Monika Goldammer, Mitglied im Planungs- und Verkehrsausschuss der Gemeinde, ihre Kritik gegenüber den von der Verwaltung vorgeschlagenen neuen Baugebieten in Heimerzheim und Odendorf.

Für Heimerzheim schlug die Verwaltung eine erhebliche Erweiterung im Nordwesten des Ortes vor, wo offenbar Grundstückseigentümer und Investoren im Schnellverfahren bauen wollen. In Odendorf soll ebenfalls im Schnellverfahren ein Landesprogramm „Bauland an der Schiene“ umgesetzt werden, wovon der Ausschuss erstmals erfuhr. „Es kann nicht angehen, dass wir Kommunalpolitiker massiv unter Druck gesetzt werden und keine Zeit bekommen sollen, diese großen Vorhaben eingehend zu besprechen,“ erklärte die Fraktionsvorsitzende Monika Wolf-Umhauer dazu. Der Rat und seine Ausschüsse seien dem Wohl der Gemeinde verpflichtet und nicht den Interessen von Grundstückseigentümern, Investoren oder Bauwilligen. Jedes neue Baugebiet müsse sorgfältig geplant werden und „vor allem müssen auch alle Folgewirkungen für die Gemeinde vorausschauend berücksichtigt werden!“ Dazu gehörten sowohl die Verkehrsanbindungen, als auch die weitere Infrastruktur wie Kindergärten und Schulen und vor allem auch die Interessen der Menschen, die bereits in Swisttal wohnen.

„Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit“, sagt Dr. Karl-Heinz Lamberty, Vorsitzender der Swisttaler FDP. Er begrüßt daher ausdrücklich, dass schon vor der Sommerpause ein Arbeitskreis des Gemeinderates beschlossen wurde, der sich konkret mit dem Baulandmanagement der Gemeinde befassen soll. „Politik und Verwaltung müssen sich darauf verständigen, wieviel Bauland wir brauchen und wieviel wir auch im Interesse der gesamten Gemeinde zur Verfügung stellen wollen“, erklärte Lamberty. Das werde sicher eines der wichtigsten Themen bei der Kommunalwahl 2020 sein.

„Deshalb ist es gut, dass im Ausschuss eine solide Mehrheit “auf die Bremse” gegangen ist, und die Themen zur intensiven Beratung vertagt wurden“, stellt Planungsfachfrau Monika Goldammer zufrieden fest.

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