FDP: Höchste Zeit für Verkauf der RWE-Aktien

Siegburg – Die FDP-Kreistagsfraktion Rhein-Sieg begrüßt, dass es endlich gelungen ist, die 1,4 Millionen RWE-Aktien des Kreises loszuwerden. „Es gehört nicht zu den Aufgaben einer Gebietskörperschaft, Aktien von Unternehmen zu halten, egal welches Unternehmensziel verfolgt wird, sagte Dr. Karl-Heinz Lamberty, Fraktionsvorsitzender FDP Kreistagsfraktion dazu.

Die beschlossene Lösung, die schrittweise Umwandlung der Aktien in einen Renten- und Aktienfonds, ist zwar nicht die Wunschlösung der FDP, wird aber mitgetragen. Die FDP hatte vorgeschlagen, die Einnahme aus dem Verkauf für den Kauf umweltfreundlicher Busse der RSVG zu verwenden.

Dass CDU und Grüne endlich ihren Widerstand gegen den Verlauf der Aktien aufgegeben haben, war noch vor einem Jahr nicht zu erwarten. Erst der öffentliche Druck und das schlechte Image des Konzerns wegen des Hambacher Forst und den Braunkohlekraftwerken haben das Umdenken ausgelöst. Die Risiken für den Kreishaushalt waren angesichts dieser Entwicklung auch zu hoch, als dass man noch länger auf die immer geringere Dividende hoffen konnte.

„Wir hätten die Aktien gerne viel früher verkauft, als der Kurs der Aktie 2006 fast bei € 100 gelegen hat“, erklärte Fraktionschef Lamberty. Wie andere Gebietskörperschaften hätte der Verkauf damals den Rhein-Sieg-Kreis auf einen Schlag schuldenfrei gemacht. Diese Chance wurde verpasst und so musste der Kreis anschließend Jahr für Jahr sinkende Kurse in seine Bilanz einsetzen.

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