FDP-Kreistagsfraktion will Beratung über Zukunft der Klärschlammverwertung

Die FDP-Kreistagsfraktion hat jetzt beantragt, in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz des Kreistages über die zukünftige Klärschlammverwertung im Rhein-Sieg-Kreis zu beraten. Denn durch die Novellierung der Klärschlammverordnung wird in Zukunft die Verwendung von Klärschlamm in der Landwirtschaft deutlich begrenzt. So dürfen beispielsweise Kläranlagen in einem Einzugsgebiet von 50.000 bis 100.000 Einwohnern nur noch bis zum 31.12.2031 Klärschlamm in der Landwirtschaft einsetzen. Damit soll verhindert werden, dass bedenkliche organische Substanzen wie gesundheitsschädliche Arzneimittelrückstände, Antibiotika und Schwermetalle über das Grundwasser und Pflanzen in die menschliche Nahrungskette gelangen. Als Alternative bleibt für viele Kommunen daher nur noch die Klärschlammverbrennung. Zudem hat der Gesetzgeber bis 2029 die Phosphorrückgewinnung aus der Fäkalienverbrennung vorgeschrieben. „Angesichts dieser gesetzlichen Auflagen, die viele Kommunen vor große Probleme stellen, ist es an der Zeit, dass sich der Rhein-Sieg-Kreis mit dieser Thematik befasst“, erklärt Klaus-Peter Smielick, umweltpolitischer Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion.

Die Freidemokraten wollen unter anderem wissen, wieviel Klärschlamm in den Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises anfällt, wie er bisher verwertet wird und welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei der Klärschlammverwertung es zwischen den Kommunen des Kreises, aber auch mit der Stadt Bonn oder anderen Verbänden gibt. „Auch über den gemeinsamen Neubau einer Verbrennungsanlage muss diskutiert werden. Wir schlagen daher vor, Vertreter der Stadt Bonn, der RSAG, der Landwirtschaft und des Aggerverbandes zu einer Sitzung des Umweltausschusses einzuladen, um mit ihnen über die zukünftige Klärschlammverwertung in der Region Bonn/Rhein-Sieg-Kreis zu beraten“, so Smielick.

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