FDP: Neues Datenschutzrecht – Chancen und Risiken

v.l.n.r. Dr. Karl-Heinz Lamberty, Rafael Altenwerth

Eine spannende Informationsveranstaltung bot die Swisttaler FDP bei ihrem 6. Liberalen Dialog trotz des „trockenen Themas“,  der neuen Europäischen Datenschutzverordnung.

Ortsverbandsvorsitzender Dr. Karl-Heinz Lamberty hatte Parteimitglied und Datenschutzexperte Rafael Altenwerth zu diesem Thema gewinnen können.

Altenwerth: „Überwiegend ist das, was jetzt in der DSGVO steht, auch schon im noch aktuellen Bundesdatenschutzgesetz geregelt. Wirklich neu sind etwa der technische Datenschutz (privacy u.s.w.), das Marktortprinzip und das `Preisschild` am Datenschutz.“ Er erklärte die jetzt europaweit geltenden umfangreichen gesetzlichen Bestimmungen zum persönlichen Datenschutz jedes Bürgers, die aber auch erheblichen bürokratischen Aufwand mit sich bringen.

Alexandra H. / pixelio.de

Zweifellos bietet sich für Bürger und Bürgerinnen ein deutlich besserer Schutz als bei den bisherigen Regeln: Sie bekommen nicht nur das Recht, Auskunft über ihre Daten zu erhalten, sondern dürfen auch verlangen, dass Daten gelöscht werden, das sogenannte Recht auf das „Vergessenwerden“.

Insbesondere müssen Unternehmen, Parteien und Vereine, soweit sie Daten einer Person verwalten, sorgfältig mit diesen Daten umgehen. Es darf nur so viel an Daten gespeichert werden wie erforderlich, und es bedarf einer klaren Einwilligung des Betroffenen. Dies bedeutet allerdings für Vereine und Unternehmen einen erheblichen Verwaltungsaufwand. Vielfach müssen Datenschutzbeauftragte benannt werden.

So wichtig der Datenschutz für jeden ist, so erheblich ist der Aufwand, der damit einhergeht. „Es bleibt abzuwarten, wie sich das in der Praxis darstellt“, resümierte der FDP-Ortsverbandsvorsitzende​ Lamberty. „Hoffentlich erschwert der Datenschutz nun nicht die so wichtige Online-Kommunikation in Vereinen und Parteien“.

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