Freynick: Preisverleihung des Echo an Kollegah und Farid Bang ist ein Skandal

Zur umstrittenen Preisverleihung des Echo an die Rapper Kollegah und Farid Bang in der Kategorie „Hip-Hop/Urban national“, erklärt Jörn Freynick, Sprecher der FDP-Landtagsfraktion für LSBTI*-Menschen:

„Die Kunstfreiheit in unserem Land ist ein hohes Gut. Etwas anderes ist es jedoch in nahezu jeder Zeile nur frauenfeindliche, homophobe und antisemitische Aussagen zu verwenden. Gespickt sind diese oft mit Verschwörungstheorien über Freimaurer und die USA. Die Karrieren der beiden Rapper bauen ausschließlich auf der Diskriminierung von Minderheiten auf und überschreiten jegliches gesunde und moralische Maß. Der Erfolg gibt ihnen anscheinend recht: tausende, meist minderjährige Fans, singen in ausverkauften Konzerthallen in ganz Deutschland mit.

Die Verleihung des Echos an die beiden Musiker ist ein großer Skandal. Es zeigt sich, dass wir bei all den Fortschritten in der gesellschaftlichen Entwicklung noch einen weiten Weg zu gehen haben. Wir als Freie Demokraten werden weiterhin für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung einstehen.“

Die Rapper Kollegah und Farid Bang, die eigentlich Felix Blume und Farid Hamed El Abdellaoui heißen, hatten im vergangenen Jahr ein gemeinsames Album „Jung, Brutal und Gutaussehend 3“ herausgebracht. Die beiden vorherigen Alben mit gleichem Namen, waren jeweils nach einiger Zeit auf dem Index gelandet. Neben dem allgemeinen diskriminierenden Textpassagen, stieß insbesondere die Zeile „Und wegen mir sind sie beim Auftritt bewaffnet, mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“

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