Keine Zufahrt durch den Landschaftsschutz

15. September 2016

20160503_134311SWISTTAL-BUSCHHOVEN. Entschieden lehnt die FDP Fraktion im Swisttaler Rat die geplante Zuwegung für das neue Baugebiet „Schießhecke“ über den südöstlichen Wirtschaftsweg zum Rosenweg hin ab. „Wir wünschen uns an dieser Stelle einen Weg für Fußgänger, Radfahrer und im Bedarfsfall für die Rettungsdienste, nicht aber für den Anwohnerverkehr“, begründete Monika Goldammer im jüngsten Planungs- und Verkehrsausschuss einen Antrag ihrer Fraktion, den betreffenden Wegeabschnitt zwischen neuem Baugebiet und Rosenweg aus dem Geltungsbereich des Bebauungsplans wieder heraus zu nehmen. Das angrenzende Landschaftsschutzgebiet würde nicht nur durch die Asphaltierung des Wirtschaftsweges sondern auch durch Lenkung des Verkehrsstroms in dieses ortsnahe Erholungsgebiet nachhaltig beeinträchtigt. Nach Ansicht der Freien Demokraten ist der Rosenweg außerdem auch nicht geeignet, zusätzlichen Verkehr aufzunehmen.
Vor diesem Hintergrund haben sich die Freien Demokraten schon zu Beginn des Verfahrens für eine teilweise Erweiterung des vorhandenen schmalen Stichwegs in Verlängerung des südwestlichen Wirtschaftswegs ausgesprochen. Auf Antrag der FDP wurde die Bürgermeisterin jetzt beauftragt, mit den betroffenen Grundstückseigentümern Gespräche zu führen. Diese zunächst alleinige Zuwegung könne auch noch zu einem späteren Zeitpunkt um eine zusätzliche Anbindung an den Fienacker ergänzt werden.

Kritisch beurteilt die FDP auch die zeitnahe Anbindung des neuen Baugebietes über eine südlich angrenzende Fläche bis zum Fienacker. So lägen zur Ausweisung eines weiteren Baugebietes in Buschhoven zur Stunde weder die notwendigen planungsrechtlichen Voraussetzungen noch politische Beschlüsse auf Grundlage einer städtebaulichen Abwägung vor. „Diese Variante wäre verkehrstechnisch die beste Lösung, wirft aber momentan noch zu viele Fragen auf“, kommentiert Monika Goldammer Vorstellungen, dort im Vorgriff auf eine spätere Bebauung bereits jetzt eine Straße zum neuen Baugebiet zu realisieren. Ungeklärt sei, wer diese Straße bezahlen solle und ob dort für die spätere Bebauung schon ein teurer Kanal vorgesehen werden müsse. Ebenso ungewiss sei, was mit den dann abgehängten landwirtschaftlichen Flächen geschehen solle und wie deren Eigentümer ggf. entschädigt werden könnten.

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