FDP-Fraktionen Rhein-Sieg und Bonn tagen gemeinsam

1. August 2016

Siegburg – Die beiden FDP-Fraktion aus dem Kreistag Rhein-Sieg und dem Rat der Bundesstadt Bonn haben sich ein weiteres Mal zu einer gemeinsamen Sitzung getroffen. Im Siegburger Kreishaus ging es unter Führung der beiden Fraktionsvorsitzenden Karl-Heinz Lamberty und Werner Hümmrich um Themen, die für die gesamten Region Bonn/Rhein-Sieg von großem Interesse sind.

Eingesetzt hatte sich die FDP in den vergangenen Monaten vor allem für einen Schulterschluss der Region zum Thema „Bonn-Berlin-Gesetz“. Das gemeinsame Papier von Kreis, Stadt und Abgeordneten der Region verbuchen die Freidemokraten auch als ihren Erfolg, so Lamberty: „Wir haben die Aktivitäten rund um dieses Thema angestoßen und uns seit Monaten sehr intensiv in diesen Prozess eingebracht. Besonderer Dank gilt unseren Landtagsabgeordneten Gerhard Papke und Joachim Stamp, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass wir als Region gemeinsam unsere Interessen wahren und gegenüber Berlin und den dortigen Komplettumzug-Befürwortern mit einer Stimme sprechen.“

Ein weiteres Thema der Region ist das Beethoven-Jubiläum 2020, bei dem sich Stadt und Kreis gemeinsam engagieren. Lamberty wirbt dafür, dass sich auch die Kommunen des Kreises an den Planungen beteiligen. Der Rhein-Sieg-Kreis sollte sich mit einem eigenen Mitarbeiter an der Jubiläums-GmbH beteiligen und auch finanziell seinen Beitrag leisten, fordert Lamberty: „Die Marke Beethoven hat internationale Strahlkraft und von einem erfolgreichen Jubiläumsjahr profitiert nicht nur die Stadt Bonn, sondern auch ihr Umland. An einem Erfolg des Beethovenjahrs sollten wir alle Interesse haben.“

Über den Tellerrand von Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis hinaus schauten die Freidemokraten beim Thema Metropolregion Rheinland. Bei Themen wie Infrastruktur und Wirtschaft sei es wichtig, überregional zusammenzuarbeiten. Die FDP will jedoch darauf drängen, dass diese Zusammenarbeit nicht nur zwischen den Verwaltungen, sondern auch politisch stattfindet: „Ein solch umfassendes Projekt braucht eine demokratische Legitimation, wenn im Rahmen der Metropolregion über einschneidende Themen wie den drohenden Verkehrskollaps gesprochen wird“, so Lamberty. Beide Fraktionen wollen sich bei diesem Thema eng abstimmen.

Unterstützung findet bei den FDP-Fraktionen in Stadt und Kreis die gemeinsame Entwicklung von Gewerbegebieten. „Wenn Bonn für wachsende Unternehmen keine Flächen mehr anbieten kann, sollten die Städte im Umland mit freien Gewerbe-Grundstücken einspringen können. In solchen Fällen muss es natürlich eine faire Verteilung der Gewerbesteuer geben, damit Kreis und Stadt gleichermaßen von einer solchen Arbeitsteilung profitieren, so Lamberty abschließend.

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