FDP-Fraktion: Enttäuschung und kleine Lichtblicke beim Bundesverkehrswegeplan

19. März 2016

Siegburg – Die Freien Demokraten im Kreistag Rhein-Sieg bewerten den vorgelegten Entwurf des Bundesverkehrswegeplans mit gemischten Gefühlen. Es gebe zwar einige wenige Lichtblicke, so Friedrich-Wilhelm Kuhlmann, verkehrspolitischer Sprecher der FDP. Insgesamt überwiege jedoch die Enttäuschung darüber, dass viele wichtige Maßnahmen auf die lange Bank geschoben würden, wodurch der Verkehrs-Kollaps in der Region Bonn/Rhein-Sieg noch brisanter werde. „Jetzt rächt sich, dass die Region sich nicht einig ist und Berlin Maßnahmen verschiebt, für die es keinen Konsens vor Ort gibt“, kritisiert Kuhlmann.
Positiv wertet die FDP-Fraktion, dass die Ortsumgehung der B56 in Swisttal-Miel und der Ausbau der Bahnstrecke entlang der Sieg es in den Plan geschafft haben. „Für die Anwohner in Miel und die Pendler an der Sieg sind das gute Nachrichten. Wir sehen auf der Siegstrecke auch die Chance für einen umfassenden Lärmschutz entlang der Schiene im Zuge des Ausbaus“, so Kuhlmann.

Dass mit der Bonner Südtangente und der neuen Rheinbrücke zwischen Wesseling und Niederkassel gleich zwei wichtige Entlastungsprojekte für das Straßennetz verschoben worden seien, bedauern die Freidemokraten hingegen, unterstreicht Kuhlmann: „Sowohl die neue Brücke als auch der Lückenschluss des Bonner Autobahnrings hätten das Potenzial, um den Verkehrs-Kollaps in unserer Region zu verhindern. Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis bräuchten beide Projekte, jetzt bekommen wir erstmal keines davon. Diese verlorene Chance halten wir im Sinne der Pendler und der gesamten Wirtschaftsregion für fatal.“

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