Datensicherheit beim Rhein-Sieg-Kreis: So wichtig wie der Einbruchsschutz

lamberty_neu-300x200Vor dem Hintergrund der Hackerangriffe auf den Deutschen Bundestag und andere Behörden fragt die FDP-Fraktion Rhein-Sieg nach dem Schutz der Daten bei der Kreisverwaltung. Die Freidemokraten haben daher eine umfangreiche Anfrage an den Landrat gestellt, in der sie Details zum Sicherheitskonzept des kommunalen Rechenzentrums Civitec in Erfahrung bringen wollen. „Wenn selbst Bundesbehörden und Verfassungsorgane wie der Bundestag nicht sicher sind, sollten wir die Aufmerksamkeit für dieses Thema auch auf Kreisebene schärfen“, erläutert Karl-Heinz Lamberty, Fraktionschef der FDP.

Konkret wollen die Freidemokraten wissen, ob es bereits Cyber-Angriffe auf Rechenzentren der Civitec gegeben hat und welche Konzepte dort existieren um die Daten des Kreises und seiner Kommunen zu schützen. Auch die in den Rechenzentren gespeicherten Bürger-Daten müssten regelmäßig gelöscht werden, wenn diese zur Bearbeitung eines Vorgangs nicht mehr benötigt würden. „Hierzu braucht die Civitec einen klaren Lösch-Plan und die richtige Software“, stellt Lamberty fest. Auf den Servern des Kreises und der Kommunen sollten nach Ansicht der FDP keine unnötigen Datensätze schlummern.

„Relevant ist natürlich vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse auch, ob diese Konzepte regelmäßig aktualisiert und von Experten überprüft werden“, so Lamberty. Sollten die Mittel und Personalkapazitäten der Civitec für einen umfassenden Schutz der kommunalen Daten nicht ausreichend sein, müsse der Mehrbedarf klar benannt werden. „Der Schutz vor unbefugtem Zugriff auf die sensiblen Daten einer Verwaltung ist ebenso wichtig wie der Einbruchsschutz im Kreishaus. Hier darf der Kreis keine Abstriche machen“, fordert Lamberty.

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