Hoffnung für die Musikschule? – FDP: „Grüter kann die Weichen neu stellen“

9. Dezember 2014

Für seine Bewerbung musste der neue VHS-Direktor Adrian Grüter nach dem Wunsch einer Spar-Kommission u.a. auch kaufmännische Fähigkeiten ins Amt mitbringen. Nun stellte er den Mitgliedern der Zweckverbandsversammlung seine Eindrücke aus den ersten 94 Tagen vor. Und die Zuhörer wurden nicht enttäuscht: „Dieser Mann hat den frischen Blick auf verstaubte Strukturen, den wir für die gegebene Situation brauchen“, lobte Zuhörerin Monika Wolf-Umhauer, neues stellvertretendes Mitglied in der Zweckverbandsversammlung. „Grüter kann die Weichen neu stellen.“

Dazu müsse er allerdings seine Ideen nun zeitnah umsetzen um bis um Herbst 2015 auch erste finanzielle Erfolge zu zeigen. „Eine nach dem neuen Haushaltsentwurf erste geplante Reduzierung im Jahr 2018 um nur 24.000 € bei dann geplanten Gesamtaufwendungen von 1,05 Millionen reicht dazu allerdings nicht aus“, so Wolf-Umhauer. „Unsere Musikschule leistet wirklich hervorragende Arbeit – aber wir Swisttaler müssen angesichts des Haushaltssicherungskonzepts mehr als andere aufs Geld schauen“, stellt die Liberale fest, die angesichts der ständig steigenden finanziellen Forderungen auch die Ausstiegspläne aus dem Zweckverband unterstützte. Bisher habe sich gezeigt, dass die „Macher“ des Zweckverbands nur mit Musik-, aber zu wenig mit Banknoten umgehen können.

„Die kulturelle Unterstützung einer Gemeinde muss möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern zugute kommen, nicht nur 256 Musikkindern.“ Zum Vergleich: Swisttal zahlt gegenwärtig 150.000€ (= 585€ pro SchülerIn und Jahr), die Stadt Bornheim bisher beständig 20.000 € (jetzt erhöht auf 30.000 €) jährlich für die Musikschule. Und für die Kunstrasenpläne der Gemeinde Swisttal sei entsprechend einem Ratsbeschluss kein einziger Euro aus Steuergeldern eingeplant.

Von der neu zusammengesetzten Zweckverbandsversammlung erwartet die Liberale die Durchbrechung des Teufelskreises „Ausgaben minus Einnahmen = Zuschuss durch die Kommunen“: „Damit ist die bekannte permanente Steigerung vorprogrammiert, die gezielte Sparanstrengungen des Zweckverbands gar nicht nötig machten, denn der Griff in das Steuersäckel der beteiligten Kommunen finanziert ja alles.“

Doch mit Grüter, dem ausgebildeten Kaufmann, keime Hoffnung auf: Er habe bereits erste Ideen in die richtige Richtung skizziert, neben Straffung und Modernisierung der Organisation und Verwaltung sowie mehr Öffentlichkeitsarbeit könnte auch die Kooperation mit Partnern oder die Öffnung für neue Gruppen geeignete Wege aufzeigen.

 PM Hoffnung für die Musikschule?

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