Analyse des Machbaren statt Polarisierung

FDP sieht Discounter als Ergänzung des Angebots zur Nahversorgung

Keinen Widerspruch sieht die FDP in der Ansiedlung eines Discounters am Ortsrand zu den Bemühungen für den Erhalt  vorhandener Einkaufsmöglichkeiten in der Ortsmitte. Gerade weil der Ortskern vorwiegend der fußläufigen Versorgung dient, bietet sich nach Ansicht der Liberalen am Ortsrand zwischen Buschhoven und Morenhoven die Chance, ein Angebot für diejenigen bereit zu halten, die heute ihren Wocheneinkauf noch lieber mit dem Auto in Rheinbach oder Bonn erledigen. Auch die Nähe des Diskounters zu den neuen Sportstätten sei günstig, zumal, wenn zeitgleich die Anbindung an den ÖPNV durch eine neue Haltestelle geschaffen werde.

mwu_web_2014Dass schon jetzt, ohne  Konkurrenz  am Ortsrand, der Frischemarkt wieder schließen musste, ebenso wie zuvor ein Hofladen  und  der Wochenmarkt nur noch sehr reduziert läuft, weist nach Ansicht der Fraktionsvorsitzenden Monika-Wolf-Umhauer auf die Vielschichtigkeit des Themas Nahversorgung hin. Gleichzeitig treten die Liberalen damit der zunehmenden Polarisierung innerhalb der öffentlichen Diskussion entgegen. „Es war niemals geplant, den Discounter  auf Kosten des Angebots in der  Ortsmitte zu etablieren. Wir haben uns in der vergangenen Ratsperiode wiederholt für den Erhalt der Geschäfte im Ortskern von Buschhoven eingesetzt. Aber auch dort müssen  die Bilanzen positiv sein, damit die Läden bleiben.“

M-GoldammerEine Analyse des Machbaren ist für die Liberalen  der logische erste Schritt wenn es um den weiteren Ausbau der Nahversorgung im Ortskern geht. So müsse neben einer ausreichend  großen Verkaufsfläche  auch die übrige Infrastruktur zu den Plänen passen. Die gewachsene Dorfstruktur mit ihren engen Straßen, wenigen Parkplätzen und mangender Rangiermöglichkeit für den Lieferverkehr setzen hier nach Ansicht von Monika Goldammer, sachkundige Bürgerin der FDP im Planungs- und im Wirtschaftsausschuss,, engen Grenzen, die laut Planungsrecht zu beachten sind. „Und das aus gutem Grund. Zugeparkte Ausfahrten, blockierte Rettungswege, nächtliche Ruhestörung durch vermehrten Lieferverkehr sind Szenarien, die wir den Bewohnern des Ortskerns nicht zumuten möchten“.

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