FDP vermisst kommunales Flächenmanagement

13. März 2014

Tilmann Jörg  / pixelio.de

Tilmann Jörg / pixelio.de

„Trotz guter Ansätze gegen Flächennutzungsplan“

Gegenwärtig liegt bis zum 24. März 2014 im Swisttaler Rathaus der neue Flächennutzungsplan für die nächsten Jahre zur Information aus. Diese „Offenlage“ ermöglicht jedem Swisttaler Bürger die persönliche Einsicht und Stellungnahme während der Rathausöffnungszeiten.

„Die FDP-Fraktion in Swisttal kann den neuen Flächennutzungsplan (FNP) nach eingehender Beratung letztendlich nicht voll mittragen“, stellt Fraktionsvorsitzende Monika Wolf-Umhauer fest: Trotz notwendiger Klarheit und mancher Ansätze in die richtige Richtung zB bei der geplanten Erweiterung des Gewerbegebiets Odendorf. Die Liberalen vermissen für die nächsten 15-20 Jahre der kommunalen Entwicklung die dringend notwendigen Ansätze zur bedarfsgerechten Verwaltung des Baulandes, Stichwort “kommunales Flächenmanagement”, eine Forderung, die die FDP schon früher eingebracht hat.  Außerdem, kritisiert Monika Goldammer, FDP-Mitglied im Planungsausschuss, dass in den kleineren Ortschaften mehr als nur “Arrondierungsflächen” ausgewiesen wurden. „Der zugrunde gelegte Flächenansatz des Planungsbüros (Tendenz zu mehr Wohnfläche pro Einwohner) greift hier nicht: Wir haben hier in Swisttal über 75% Einfamilienhäuser, deshalb werden die Baugrundstücke künftig nicht größer, höchstens die Gärten kleiner.“

„Die FDP lehnt generell “kurzfristige planerische” Verfahren zur Ausweisung von Bauland ab, da dabei nur eine höchst mangelhafte Beteiligung der Öffentlichkeit möglich ist“, stellt Wolf-Umhauer fest. „So haben wir zB die neue Fläche in Dünstekoven im Ausschuss abgelehnt, weil keine nähere Prüfung im Vorfeld erfolgte, wohl auch nicht vom Planungsbüro!“, ergänzt Monika Goldammer. Jedenfalls wurde dem Ausschuss keine entsprechende Analyse vorgelegt. Das aber hält die FDP für unabdingbar, wenn es um ein Planwerk für die nächsten 15 Jahre geht – „Schnellschüsse sollten wir nicht akzeptieren!“

„Speziell mit dem Kompromiss in Buschhoven könnte man leben, gäbe es eine bedarfsgerechte Verwaltung des Baulandes“, erklärt Goldammer. Im Ausschuss wurde auf FDP- Vorschlag hin die wachsweiche Formulierung “Die Fläche BU-03 bildet die Reservefläche, die bei einem absehbaren Zubau der Flächen BU-01 und BU-02 kurzfristig planerisch über ein Flächennutzungsplanänderungsverfahren zu sichern ist” ersatzlos gestrichen: Diese Aussage sei nicht nur planungsrechtlich irrelevant, vielmehr müsste eine potentielle Erweiterung Buschhovens zwangsläufig im Bereich dieser Fläche stattfinden, weil andere gar nicht mehr wegen Landschafts- und Naturschutz zur Verfügung stehen. Die Diskussion des FNP Swisttal sollte aber nicht so sehr auf den Ort Buschhoven fokussiert werden – durch die Bürgerinitiative ist das in der Vergangenheit leider immer wieder geschehen!

„Wir Liberalen wollen den Familien in Zukunft die Wahl lassen zwischen wohnen in Bestandsimmobilien oder in Neubaugebieten: Beides hat z.B. für Familien mit Kindern seinen Charme: Wo auf der einen Seite kurze Wege und große Gärten locken, sind es auf der anderen Seite die vielen jungen Familien mit Kindern mit gleichen Interessen im Neubaugebiet“, erinnert sich Goldammer an ihre eigene Zuzugszeit nach Buschhoven .

[ddownload id=“731″]

Das könnte Ihnen auch gefallen...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.