FDP lehnt Kommunales Integrationszentrum des Kreises ab

21. März 2014

Siegburg – Die FDP-Kreistagsfraktion hat in der letzten Sitzung des Kreistages vor der Kommunalwahl die Einrichtung eines Kommunalen Integrationszentrums (KIZ) auf Kreisebene abgelehnt. Fraktionschef Dr. Karl-Heinz Lamberty begründete dies mit dem fehlenden Mehrwert für die Integrationsarbeit und mit der Ablehnung durch 16 der 19 Städte und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises. „Wir teilen die Auffassung der Städte und Gemeinden, dass mit dem Integrationszentrum unnötige Doppelstrukturen geschaffen werden, die über die Kreisumlage von den Kommunen zu bezahlen sind“, erklärte Lamberty dazu. Die Kommunen leisteten bereits gute Arbeit bei der Integration von Zuwanderern und der Kreis müsse da nicht zusätzlich tätig werden.

Es sei bemerkenswert, dass eine Mehrheit des Kreistages meine, in der Sache es besser zu wissen als die Praktiker vor Ort.

Lamberty wies auch darauf hin, dass es kein mit den Kommunen abgestimmtes Integrationskonzept gebe. Dies sei aber Voraussetzung für den Antrag an die Landesregierung, ein KIZ zu genehmigen und zu finanzieren. Die Teilfinanzierung ist bis zum Jahre 2017 befristet. „Dann bleiben wir wie bei den Schulsozialarbeitern auf den Kosten sitzen.“ Diese „vergifteten Geschenke“ sollten der Kreis und Städte und Gemeinden nicht mehr annehmen.

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