FDP: Integration findet vor Ort statt

27. Dezember 2013

lamberty_webSiegburg – Das von CDU, SPD und Grünen geforderte kommunale Integrationszentrum auf Kreisebene war bereits mehrfach Thema im Kreisausschuss und stößt weiterhin auf die Ablehnung der FDP-Fraktion Rhein-Sieg. Die Liberalen sprechen sich dafür aus, Integration weiterhin vor Ort zu gestalten. „Die Städte und Gemeinden kennen sich besser damit aus, was kommunal an Integrationsarbeit nötig und möglich ist“, sagt Karl-Heinz Lamberty, Fraktionsvorsitzender der FDP.
Sowohl die Mehrzahl der Bürgermeister als auch die überwiegende Mehrheit der FDP- Fraktionen in den Stadt- und Gemeinderäten lehnen die Initiative auf Kreisebene ab. Die Bürgermeister haben ihre Position gegenüber dem Kreis in einer Dienstbesprechung beim Landrat verdeutlicht, die FDP-Fraktionen auf eine entsprechende Anfrage der Kreistagsfraktion reagiert. „Das Votum ist eindeutig und klar. Integration kann nur erfolgreich sein, wenn sie vor Ort gelebt und umgesetzt wird“, erklärt Lamberty.
Die Stellungnahmen aus den Kommunen machten deutlich, dass die lokal vorhandenen Strukturen, die Zahl der Migranten und die Kooperation mit Externen in jeder Stadt oder Gemeinde sehr unterschiedlich sind. „Ein Rezept, das zum Beispiel in Eitorf gut funktioniert, muss nicht zwingend nach Wachtberg passen. Da die gewachsenen Strukturen vor Ort gut funktionieren, lehnen wir zusätzliche Integrationsarbeit auf Kreisebene mit Blick auf die Kosten ab“, so Lamberty.
Der Aufbau dieser Doppelstruktur koste den Kreis rund 100.000 Euro und verschwende zudem Steuergeld des Landes, das die Einrichtung eines Integrationszentrums auf Kreisebene fördern würde. „Die Lösung kann nicht sein, Gelder von Land und Kreis zu versenken, sondern das Land muss seine Richtlinien ändern. Nicht nur Integrationszentren auf Kreisebene, sondern auch gute Integrationsarbeit vor Ort sollte finanzielle Zuwendungen erhalten“, so Lamberty abschließend.

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